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Die Untersuchung des kindlichen Herzens ist mehr noch als die Beurteilung eines jeden anderen Organsystems davon abhängig, wie qualifiziert und erfahren der Untersucher ist. So können manche Herzfehlbildungen schon beim Ersttrimester-Screening auffallen (12.-14. Schwangerschaftswoche). Eine entscheidende Rolle spielt auch die Qualität des Ultraschallgerätes. Herz und Kind sind permanent in Bewegung, so dass das Erfassen kleiner Strukturen sehr schwierig sein kann. Die Echokardiographie stößt aus diesen Gründen bei manchen Herzfehlbildungen an ihre Grenzen.

Eine umfassende fetale Echokardiographie erfolgt zunächst in Schwarz-Weiß-Darstellung. Mit Hilfe der farbkodierten Doppler-Sonographie werden weitere Details untersucht. Die meisten Herzfehler sind gut behandelbar. Leben und Gesundheit eines Kindes können aber entscheidend von der Diagnostik am Herzen und der frühzeitigen Erkennung eines möglichen Fehlers abhängen. Herzfehler treten immer wieder in Kombination mit Chromosomenfehlern oder genetischen Syndromen auf. Bei einem auffälligen Untersuchungsbefund des kindlichen Herzens bieten wir den Eltern daher eine Untersuchung des kindlichen Erbgutes an. Häufig kann bereits vor der Geburt die Schwere des Herzfehlers festgestellt werden. Leichtere Fehler lassen sich oft sehr gut und erfolgreich in unserer Kinderklinik behandeln. Bei schwerwiegenden Herzfehlern werden Mutter und Kind rechtzeitig in ein herzchirurgisches Zentrum verlegt, um eine optimale Versorgung des Kindes unmittelbar nach der Geburt zu gewährleisten.

Klinikum Esslingen GmbH: Hirschlandstraße 97, 73730 Esslingen a.N., Telefon 0711 3103-0, info@klinikum-esslingen.de